Umgangsplan-Vorlage
Drei bewährte Vorlagen als PDF zum Ausdrucken: Wechselmodell (Woche-Woche), 14-tägiger Wochenendumgang, Ferien-Plan. Dazu ein Umgangskalender für zwölf Monate, in den ihr Tag für Tag eintragt, bei wem das Kind ist.
Stand:
Drei Vorlagen — sofort nutzbar
Alle Vorlagen sind absichtlich einfach gehalten: ein Blatt, das beide Elternteile unterschreiben können. Kein Juristendeutsch, keine überladenen Tabellen.
Wechselmodell-Wochenplan
7/7-Muster oder 2-2-3 — beide Varianten sind vorausgefüllt. Übergabezeiten und -orte werden konkret benannt, nicht nur "Sonntagabend". Passend zum Wechselmodell-Rechner.
14-tägiger Umgangsplan
Klassisches Modell: Kind wohnt bei einem Elternteil, jedes zweite Wochenende und ein bis zwei Abende pro Woche beim anderen. Die Vorlage lässt Spielraum für eigene Rhythmen — nicht jede Familie passt in "jeden zweiten Freitag bis Sonntag".
Ferien- und Feiertagsplan
Weihnachten, Sommerferien, Ostern — gerechte Aufteilung über das Jahr. Ergänzend zur Ferienregelung-Seite mit Bundesland-spezifischen Feriendaten. Sinnvoll als Ergänzung zu jedem der beiden Wochen-Pläne oben.
Alle PDFs sind sofort verfügbar und kostenlos — ohne Anmeldung, ohne E-Mail-Adresse.
Umgangskalender 2026/2027 zum Ausdrucken
Ein Umgangskalender zeigt Tag für Tag, bei welchem Elternteil das Kind ist. Der Umgangsplan legt die Regeln fest — Rhythmus, Übergaben, Ferien —, der Kalender macht daraus konkrete Tage. Unsere Vorlage deckt zwölf Monate ab, von Oktober 2026 bis September 2027: In jedes Tagesfeld tragt ihr A oder B ein oder markiert es farbig. Oben auf der ersten Seite ist Platz für die Namen und die Übergabezeit.
Ausgedruckt hängt der Kalender meist nur in einem Haushalt, und jede Änderung muss zweimal eingetragen werden. In Elterntakt legt ihr das Betreuungsmodell einmal fest; die App trägt die Tage für beide ein, mit den Schulferien eures Bundeslands oder Kantons. Tausch-Wünsche laufen als Anfrage, und der andere Elternteil stimmt zu oder lehnt ab. Die Feriendaten für alle Bundesländer und Kantone findet ihr auch auf der Seite Ferienregelung.
Was gehört in einen guten Umgangsplan?
Ein Umgangsplan ist kein Vertrag im juristischen Sinne — er ist eine gemeinsame Arbeitsbasis. Je konkreter er ist, desto weniger muss täglich neu verhandelt werden. Was wirklich wichtig ist, erklärt auch unser Artikel zu Wechselmodell vs. Residenzmodell.
- 1 Wochenrhythmus und Übergabezeiten/-orte
Welche Woche wohnt das Kind wo — und um wie viel Uhr genau findet die Übergabe statt? "Sonntag nach dem Mittagessen" ist zu vage; "Sonntag 16:00 Uhr am Hauseingang Elternteil A" ist eindeutig. Der Übergabeort sollte für das Kind stressfrei sein — oft nicht direkt vor der Haustür, wenn das Verhältnis angespannt ist.
- 2 Ferienregelung für Sommer, Weihnachten, Ostern und Geburtstage
Schulferien sind lang genug, um den Rhythmus komplett zu durchbrechen. Am besten im Plan festhalten, wie die sechs Wochen Sommer aufgeteilt werden (z. B. erste Hälfte / zweite Hälfte oder alternierend jährlich). Geburtstage des Kindes — und der Eltern — verdienen eine eigene Zeile: darf das Kind an seinem Geburtstag immer bei wem es möchte sein?
- 3 Feiertage und besondere Tage
Weihnachten wird meistens heiß diskutiert. Einen Schritt weiter denken: Muttertag, Vatertag, Geschwister-Geburtstage, Kommunion oder Konfirmation. Eine Formel wie "gerade Jahre: Elternteil A, ungerade Jahre: Elternteil B" hält viele Diskussionen dauerhaft raus.
- 4 Tausch-Regeln für spontane Ausfälle
Was passiert, wenn ein Elternteil kurzfristig nicht kann — Dienstreise, Krankheit, familiärer Notfall? Wer wird zuerst gefragt (das andere Elternteil vor der Oma?), wie weit im Voraus muss ein Tausch angemeldet werden, und wird er 1:1 zurückgegeben? Das klingt bürokratisch, verhindert aber viele der typischen "Du hast schon wieder..."-Gespräche.
- 5 Kommunikationsweg und Notfallregelung
Über welchen Kanal laufen Alltagsabsprachen — App, SMS, E-Mail? Und wer wird bei einem Notfall (Unfall, akute Erkrankung des Kindes) sofort informiert und wie? Das muss kein Roman sein: ein Satz reicht. Wichtig ist, dass beide dasselbe verstehen.
- 6 Anpassungs-Klausel: jährliches Review
Kinder wachsen, Lebensumstände ändern sich. Ein Plan, der heute perfekt ist, passt in drei Jahren vielleicht nicht mehr. Eine kurze Klausel — "wir prüfen den Plan jährlich, spätestens im September vor Schuljahresbeginn" — hält den Plan lebendig, ohne dass dafür ein Gericht gebraucht wird.
Wann braucht man einen schriftlichen Umgangsplan?
Manche Familien regeln alles mündlich — das funktioniert, solange das Vertrauen trägt. Ein schriftlicher Plan ist kein Misstrauensvotum, sondern Klarheit für beide Seiten. Drei Situationen, in denen er besonders sinnvoll ist (mehr dazu in unserem Artikel zu Übergaben im Alltag):
Vor dem Familiengericht oder in der Mediation
Ein ausgearbeiteter Entwurf, den beide Elternteile mitbringen, spart Stunden in der Mediationssitzung und zeigt dem Gericht, dass ihr bereits an einer Lösung arbeitet. Richter und Mediator:innen brauchen keine Ideallösung — sie brauchen einen Startpunkt, über den diskutiert werden kann.
Bei hohem Konfliktniveau
Wenn jedes zweite Wochenende neu ausgehandelt wird, zahlen nicht die Eltern den Preis — das Kind tut es. Ein detaillierter Plan macht das persönliche Gespräch zur Ausnahme, nicht zur Regel. Was schriftlich steht, muss nicht mehr erklärt oder verteidigt werden. Das entlastet beide Seiten und gibt dem Kind die Stabilität, die es braucht.
Bei Multi-Standort-Familien
Berufspendler, getrennte Wohnorte in verschiedenen Bundesländern oder sogar Ländern — hier reicht ein mündlicher Plan nicht mehr. Unterschiedliche Schulferienzeiten (Bayern vs. Berlin, Deutschland vs. Österreich), Reisezeiten und Kosten müssen präzise geregelt sein. Je mehr Variablen, desto wichtiger ist das Papier.
Häufige Fragen
Was ist ein Umgangskalender? +
Ist ein Umgangsplan rechtsverbindlich? +
Können wir den Plan später ändern? +
Was, wenn der andere Elternteil sich nicht hält? +
Brauchen wir AGB oder Notar? +
Wo speichert man den Umgangsplan? +
Was unterscheidet die Wechselmodell- von der Residenzmodell-Vorlage? +
Plan einmal — gilt für 365 Tage
Umgangspläne sind nur die Spitze. Der ganze Co-Parent-Alltag — Kalender, Kosten, Übergaben, Dokumente — gehört in eine Hand.